Kann Wissen ohne Sprache existieren?

Kann Wissen ohne Sprache existieren? Natürlich. Die Katze weiß, wie ihr zu Hause aussieht und wo ihr Klo steht, der Löwe, wo die Wasserstelle ist. Beide können nicht sprechen. Wissen benötigt keine Sprache. Leben benötigt keine Sprache.´
Jede Sprache beginnt im Kopf, als Gedanke. Bevor etwas ausgesprochen oder aufgeschrieben werden kann, muss es als Gedanke im Kopf existieren. Wenn aber Wissen gar keine Sprache braucht, bedeutet dies, dass Wissen auch nicht zwingend Gedanken braucht um zu existieren.
Es gibt also Wissen ohne Gedanken, ohne sprachliche Form.
Was macht dieser Gedanke mit Dir?
In mir löst er Widersprüchliches aus: Einerseits ein ganz klares JA, andererseits taucht sofort die Frage auf, welche Form dieses Wissen dann hat, wenn nicht eine sprachliche? Und wo ist es gespeichert? Wo ist der Datenträger, die Festplatte? Ist das Wissen dort digital abgelegt oder in irgendeinder anderen Form?
Und ich merke, wie es mich durchschüttelt, etwas sich wehrt in mir wenn auch die Antworten auf diese Fragen sofort in mir auftauchen: Nirgendwo ist es gespeichert und es hat keine Form. Es ist einfach. Ohne Substanz, ohne Messbarkeit, ohne physische Form. Jede Speicherung wäre nur die Speicherung einer Beschreibung des Wissens, aber nie das Wissen selbst. Das Wissen selbst ist vollkommen formlos und existiert außerhalb der physischen Welt. Ich spüre die Wahrheit dessen und schaffe es, die beiden Fragen loszulassen, denn sie beruhen auf der Idee, dass es nichts außerhalb der physischen Welt gibt.
Die Erkenntnis, dass es Wissen ohne Gedanken gibt, führt mich direkt in das Anerkennen, dass es Information jenseits der physischen Welt gibt. Information, die nicht mit Hilfe von Sprache zu vermitteln ist, sondern nur durch direkte Erfahrung.
Dies zu verstehen und anzuerkennen ist der entscheidende Schritt, wenn Du jemals das Wissen haben möchtest, wer oder was Du wirklich bist.
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3 Gedanken zu “Kann Wissen ohne Sprache existieren?

  1. Hallo Sören,

    ist Intuition nicht Abrufen dieses Wissens? Sie ist ohne Sprache, fern der physischen Welt und nur erspürbar.

    Wieso gelingt uns dieses Abrufen nicht besser? Wieso sind unsere Sinne hier so getrübt.

    Vielen Dank!

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    • Guten Morgen, Fanis,

      das kommt natürlich ein bisschen auf die Definition von „Intuition“ an… ich verbinde das Wort eher mit Wissen, das ich nicht hier in diesem Leben gelernt habe sondern das ich aus der Tiefe hole, das Wissen der Katze und des Löwens sind ja in diesem Leben gelernt. Aber das ist natürlich subjektiv.

      Ich glaube aber, Du verstehst Intuition auch so wie ich und meinst mit Deiner Frage auch, wieso es oft so schlecht gelingt, Intuition im Sinne von „etwas aus der Tiefe holen“ abzurufen. Das hat mit drei Dingen zu tun: Erstens, wie gut Du zum Zeitpunkt des Abrufes tatsächlich energetisch connected bist, und wie „laut“ in Folge dessen die Information in Dir ist. Man könnte das auch mit „wie gut Du zu diesem Zeitpunkt fließt“ beschreiben. Zweitens, wo sich Deine Aufmerksamkeit in diesem Moment aufhält. Die Information lässt sich ja nur erspüren. Das geht nicht, wenn Deine Aufmerksamkeit im Kopf ist. Gedankenstille und reines Spüren, wenn auch nur für einen kleinen Moment, sind notwendig.

      Und drittens ist das Abrufen selber oft gar nicht das Problem. Viele Menschen können und tun das. Das Problem ist, der abgerufenen Information zu vertrauen. Zu vertrauen, dass ihre Quelle tatsächlich die Tiefe, die Intuition ist. Oftmals ist die abgerufene Information eine von vielen Ideen, zu einem Thema in Deinem Kopf sind. Es gilt, die verschiedenen Ideen auf ihre Quelle hin zu untersuchen und zu erforschen, welche dem Ego und Ängsten oder alten Mustern entspringen und welche der Tiefe.

      Du brauchst also zuerst Weiblichkeit, tiefes Spüren, um einzutauchen und dann die männliche Unterscheidungskraft, um die in Dir vorhandenen Ideen nach ihrer Quelle zu sortieren. Und dann Vertrauen, um der Idee, die Du der Tiefe zugeordnet hast mit ganzen Herzen folgen zu können.

      Nen bisschen klarer? 🙂

      Sören

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